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Zeitungsartikel vom 12. AK-Treffen

1. TLZ - Thüringer Landeszeitung vom 04.10.2005

Genealogie zieht Generationen in ihren Bann: Im Foto - hintere Reihe - Marcellinus Prien (li.) und Gerhard Heinevetter (re.) mit Heinrich Löffelholz (li.), Franz Zwingmann (re.), Kerstin Heinevetter (Mi.) mit Paul. (Quelle: TLZ vom 12.10.2003 (tlz/cb))

 

Schon über 20 Eichsfeldorte verkartet

Ehrenamtliche Genealogen trafen sich zur 12. Jahrestagung in Heiligenstadt -

Neue Mitglieder willkommen

 

Heiligenstadt. (tlz/cb)

 

Am 24. November 1687 wurden in Beberstedt Nicolaus Schollmeyer und Anna Elisabeth Schollmeyer getraut. Der Familienname war im Dorf so häufig verbreitet, dass er zugleich Mädchenname der Braut war. Die Eltern des Bräutigams waren Johannes und Angela. Die Ehe wurde gestattet, da beim Brautpaar "nur" eine Blutsverwandtschaft 4. Grades vorlag. Wohl getreu dem Motto "Bleibe im Lande" sahen sich junge Beberstedter nach einer passenden Partnerin selten in der Nachbarschaft um, blieben im eigene Dorf.

 

Genealogie zieht Generationen in ihren Bann: Im Foto - hintere Reihe - Marcellinus Prien (li.) und Gerhard Heinevetter (re.) mit Heinrich Löffelholz (li.), Franz Zwingmann (re.), Kerstin Heinevetter (Mi.) mit Paul.

 

Spannend ist eine solche Reise n die Vergangenheit. Die über 80 Hobbyforscher aus ganz Deutschland, die im "AMF - Arbeitskreis Eichsfeld" als Bestandteil der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung mit Kirchenbüchern und Ortschroniken arbeiten, geben ihr Wissen bereitwillig weiter.

 

Der Arbeitskreis war am 1. Januar 1994 gegründet worden. Am Wochenende fand das 12. Treffen unter Leitung von Marcellinus Prien aus Berlin statt. Von Freitag bis Sonntag traten die Mitglieder im "Eichsfelder Hof" in den Erfahrungsaustausch, wobei deutlich wurde: Hier frönt keine Ruheständlergruppe ihrem Hobby, hier leisten Angehörige aller Altersgruppen ehrenamtliche wissenschaftliche Arbeit, wobei neue Mitglieder willkommen sind. Kirchenbücher, Ortsfamilienbücher, Ahnentafeln und ihre Erfassung im Computer standen im Mittelpunkt. Aus Kallmerode und Würzburg, aus Halle und Merseburg, aus Nordhausen, aus dem Rheinland und von der Weinstraße waren die Genealogen zur Heiligenstädter Tagung angereist.

 

Alljährlich mit dabei ist auch Herr Theo Wand aus den Niederlanden. Ältester Teilnehmer (Jahrgang 1925) war Franz Zwingmann aus Nesselröden, geboren in Böseckendorf; dicht gefolgt von Heinrich Löffelholz (77) aus Leinefelde.

 

Jüngstes AMF-Mitglied ist der kleine Heiligenstädter Paul, ein Jahr und acht Monate alt, dessen Eltern Kerstin und Gerhard Heinevetter mit Marcellinus Prien die Fäden in der Hand halten. Kerstin Heinevetter forscht herkunftsbedingt in Helmsdorf und Küllstedt, bearbeitet hier die Kirchenbücher. Fachleute sprechen vom "Verkarten" wenn alle Daten aufgearbeitet und im Rechner erfasst sind. Sehr früh schon war bei Franz Zwingmann das Interesse an Ahnenforschung geweckt worden, angesteckt habe ihn sein Großvater. "Man muss bei Oma oder Opa auf dem Schoß gesessen, zugehört oder selbst Enkel haben", verriet er.

 

Über 20 Eichsfeldorte sind inzwischen verkartet, geben Einblick in geschichtliche Ereignisse. Im Foyer zum Saaleingang waren Barbara Hornemann aus Niederorschel und Ewald Frankenberg aus Weilerswist dicht umringt, als der Teilnehmer vom Rhein das Computerprogramm PRO-S-AHN (Urheber: Prof. Coors, ehemals Rheinuniversität Aachen) vorstellte. Weitere Infos unter: www.amf-ak-eichsfeld.de

 


2. TA - Thüringer Allgemeine Heiligenstadt vom 04.10.2005

SUCHE: In alten Schriften stöbern Genealogen (Quelle: TA vom 04.10.2005 (Foto: cn)

 

Den Ahnen auf der Spur

 

HEILIGENSTADT. (cn)

 

Sie durchforsten Kirchenbücher, alte Steuerlisten und Einwohnerauflistungen, immer auf der Suche nach bestimmten Namen und deren verwandtschaftlichen Zusammenhängen. Die Genealogen des Eichsfeldes kamen am Wochenende in Heiligenstadt zusammen. Hier tauschten sie sich über den aktuellen Forschungsstand aus, gaben aber auch allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, in der eigenen Ahnenreihe auf Spurensuche zu gehen.

 

Viele Eichsfelder nutzten diese Möglichkeit und bei manchem ergaben sich unerwartete Erkenntnisse daraus. Ganz neue Verwandtschaftsverhältnisse werden da auf einmal aufgezeigt oder spannende Geschichten über die Vorfahren ans Tageslicht befördert.

 

Mit Viel Geduld widmen sich die Familienforscher in ihrer Freizeit den Ursprüngen und der Verbreitung von Namen, geben fleißig Daten in Computer ein und schaffen so ein immer dichteres Netz von Informationen über familiäre Verflechtungen. Einblick in ihre Arbeit gaben sie am Samstag, brachten dabei aber auch ihre eigenen Kenntnisse auf den neuesten. Stand. Außerdem wurden zwei neue Ortsfamilienbücher vorgestellt. In den Analen von Günterode und Bernterode/Worbis können Interessierte nun stöbern.

 


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