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OFB Bickenriede

OFB Bickenriede

 

Das OFB Bickenriede, das kurz nach Erscheinen bereits vergriffen war, ist

wieder neu aufgelegt worden.

Es ist zu beziehen bei:

Geschäftsstelle der AMF - Frau B. Teck - Berliner Str. 31a, 47533 Kleve

 

Fehlende Seite im OFB Bickenriede

 

Bei einer Reihe von Exemplaren des Familienbuchs von Bickenriede fehlt

die Seite 424. Ich füge sie hier bei.

Viele Grüße

Norbert und Monika Degenhard


OFB Bickenriede - Seite 424

ofm-bickenriede-seite424.pdf

6.7 K

Zufallsfund

 

Marienburg (Westpr.), evangelische St. Georgen-Kirche

 

Heiraten, 21.06.1840, Nr. 19

 

Der hiesige Bürger und Handschuhmacher Karl Franz JAHN (24 Jahre, kath.) wurde

mit Jungfrau Louise Wilhelmine geb. KAUFMANN (24 Jahre, evang.) am 21. Junius in der hiesigen Kirche ehelich getraut.

 

Eltern des Bräutigams: Franz Jahn, Handschuhmachermeister in Duderstadt bei

Hannover und Regine geb. Lemke verstorben.

Eltern der Braut: Johann Friedrich Kaufmann, Handschuhmachermeister in

Marienburg, verst., und Anne Maria verw. Kaufmann geb. Radmacher in Marienburg.

 

Beigebracht: vom Bräutigam der Aufbietungsschein aus der hiesigen katholischen

Kirche; die Erlaubnis seines Vaters zur Heirat aus Duderstadt ist vorgezeigt.

 

gefunden von Andrè Bialk, Berlin

 


Buchvorstellung "Eichsfelder Dorfchroniken"

Maik Pinkert, Alfons Montag und Andrè Siland (v.l.n.r.) (Quelle: TLZ, 28.April 2001)
Geistlicher Rat Philipp Knieb

 

Vorstellung des Sammelbandes "Eichsfelder Dorfchroniken" von Philipp Knieb durch das Bischöfliche Kommissariat Heiligenstadt und den neu gegründeten Eichsfeld Verlag Dortmund am 27. April in der Breitenworbiser Pfarrkirche

 

BREITENWORBIS/HEILIGENSTADT.

 

Ortschroniken als ein Buch des Lebens - Sammelband von Philipp Knieb vorgestellt

 

Frisch aus dem Druck kam das Buch, das am 27. April 2001 vorgestellt wurde: der Sammelband "Eichsfelder Dorfchroniken" des Pfarrers und Heimatforschers Philipp Knieb (1849-1915). Und es wurde in der Pfarrkirche präsentiert, wo Knieb Pfarrer war, bevor er als Assessor an das Bischöfliche Kommissariat in Heiligenstadt ging: die Vitus-Kirche in Breitenworbis. Das Bischöfliche Kommissariat in Heiligenstadt und der Verein Eichsfeld-Archiv für historische Forschung Dortmund mit den Herausgebern Maik Pinkert, Alfons Montag und Andre Sieland und der Breitenworbiser Kirchenvorstand hatten zur Buchvorstellung im Rahmen einer Vesper und anschließenden Feierstunde eingeladen.

 

Maik Pinkert, Alfons Montag und Andrè Siland (v.l.n.r.) (Quelle: TLZ, 28.April 2001)

 

Vor über 100 Jahren verfasste der bedeutende Heimat- und Geschichtsforscher Philipp Knieb die Ortschroniken von Breitenworbis, Bernterode (b. W.), Deuna, Gernrode, Hüpstedt, Kirchworbis und Vollenborn, die nun als Buch veröffentlicht wurden. Knieb beginnt mit den ersten Erwähnungen der einzelnen Orte und spannt einen geschichtlichen Bogen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, dem Entstehungsdatum der einzelnen Chroniken. Schwerpunkte bilden Kapitel zur Reformation und Gegenreformation, zum 30-jährigen Krieg, zum Gemeinde- und Pfarreigentum, zu Frohnden und Lasten, zur Beschäftigung der Einwohner sowie zum Pfarr- und Schulwesen. In dem Buch dient ein kombiniertes Namens-, Orts- und Sachregister der zusätzlichen inhaltlichen Erschließung. Viele der vom Verfasser genannten Persönlichkeiten bleiben nun der Nachwelt erhalten. Möge Philipp Knieb ein ehrenvolles Andenken bewahrt bleiben", schreibt Heinz-Josef Durstewitz, Bischöflicher Kommissarius, in dem Vorwort des ersten Bandes. Mit dem Buch wird auch dem Wunsch vieler Ortschronisten entsprochen.

 

Maik Pinkert würdigte in einer Festrede den 1915 verstorbenen Geistlichen und anerkannten Heimatforscher Knieb, der leider zu Lebzeiten nicht all seine Studien der Öffentlichkeit vorlegen konnte. Dies konnte nun endlich nachgeholt werden.

 

Im Zentrum der gut besuchten Veranstaltung standen einige Texte aus den Chroniken von Breitenworbis, Hüpstedt und Vollenborn, die die Zuhörer in das Leben der Gemeinden vor über einhundert Jahren zurück versetzte. Nach der Vesper gestaltete der Kirchenvorstand, der Pfarrgemeinderat sowie der Heimatverein unter Leitung von Pfarrer Rudolf Knopp (alle Breitenworbis) einen Empfang im dortigen Gemeindesaal. Dieser wurde durch ein mit viel Mühe und Engagement vorbereitetes Programm begleitet.

 

Eine sehr interessante Exposition mit liturgischen Gegenständen (Meßgewänder, Kelche) aus der Zeit um 1900 vermittelte ein wenig den Alltag von Knieb, der von 1888 bis 1902 Pfarrer in Breitenworbis war. Besonders eindrucksvoll ist ein Messbuch von 1895, das die Pfarrgemeinde Pfarrer Knieb am 15. März 1897 zu seinem silbernen Priesterjubiläum überreicht hatte.

 

Das Werk ist in allen Buchhandlungen des Eichsfeldes und beim Bischöflichen Kommissariat in Heiligenstadt (Lindenallee 44) oder im Buchhandel unter den Angaben "Philipp Knieb: Eichsfelder Dorfchroniken", EichsfeldVerlag: Dortmund 2001, ISBN-Nummer 3-935782-02-0 erhältlich. (Festeinband, ca. 360 Seiten)

 

Geistlicher Rat Philipp Knieb

 

Der Geistliche Rat Philipp Knieb (1849-1915) war einer der bedeutendsten Geschichts-und Heimatforscher des Eichsfeldes.

 

Dies belegen neben seinen Monographien über die Reformation und Gegenreformation, den Bauernkrieg und den Dreißigjährigen Krieg die Abhandlungen zur Geschichte einzelner eichsfeldischer Klöster und Orte. Auch erschienen viele Beiträge in der Zeitschrift "Unser Eichsfeld" des Vereins für eichsfeldische Heimatkunde.

 

Testamentarisch vermachte Knieb seine Manuskripte dem Bischöflichen Kommissariat in Heiligenstadt.

 

Das Bischöfliche Kommissariat in Heiligenstadt und der Verein Eichsfeld-Archiv für historische Forschungen e. V. in Dortmund geben in einem ersten Band der Schriftenreihe "Quelleneditionen aus dem Bischöflichen Kommissariat" die bisher unveröffentlichten oder nur teilveröffentlichten Manuskripte der Chroniken der Orte Bernterode/W., Breitenworbis, Deuna,Vollenborn, Gernrode, Hüpstedt und Kirchworbis (1896 und 1898 verfaßt) von Philipp Knieb in einer wortgetreuen Übertragung heraus. Dieser Sammelband mit den Chroniken der Kesseldörfer ist ein Muß für jeden heimatgeschichtlich Interessierten!

 

Maik Pinkert (Erfurt, 30. April 2001)


Empfang für Eichsfeldische Vereine in der Thüringer Staatskanzlei Erfurt

 

ERFURT/HEILIGENSTADT/DORTMUND.

 

Thüringens Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Jürgen Gnauck empfing am Freitag (23. März 2001) Vertreter gemeinnütziger thüringischer Vereine, die sich vor allem um die Landeskunde sowie Pflege überkommener Traditionen im Freistaat verdient gemacht haben; darunter auch solche aus dem Eichsfeld, wie den Veranstalter des diesjährigen Landestrachtenfestes aus Deuna, Pater Eusebius vom Hülfensberg oder das Bischöfliche Kommissariat Heiligenstadt.

 

In seiner Ansprache unterstrich der Minister die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für das Land sowie für die jeweilige Region. Damit diese Bemühungen fortfahren bzw. weitere Projekte gezielt gefördert werden können, übergab Gnauck in einer feierlich gehaltenen Veranstaltung den ausgewählten Verbänden Gelder aus Lottomitteln des Landes für das Jahr 2001.

 

Für das Kommissariat empfing Vikar Siegfried Bolle die Zuwendung.

 

Das Kommissariatsarchiv gibt zusammen mit dem Verein für Eichsfeld-Archiv für historische Forschungen e. V. Dortmund erstmals in einem Sammelband die bisher kaum bekannten Dorfchroniken "Bernterode/W., Breitenworbis, Deuna, Vollenborn, Gernrode, Hüpstedt, Kirchworbis" vom Geistlichen Philipp Knieb (1849-1915) heraus.

 

Das weit über 400 Seiten einschließlich einiger Abbildungen umfassende Werk wird noch im Frühjahr im Rahmen einer Vesper in der Breitenworbiser Kirche der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Breitenworbis war die letzte Pfarrstelle von Knieb, bevor er 1902 als Assessor in das Bischöfliche Kommissariat nach Heiligenstadt wechselte.

 

Maik Pinkert (Erfurt und Heiligenstadt, 28.03.2001)


Pfarrer und Lehrerliste für Kallmerode (unvollständig)

 

Die Daten wurden einer unveröffentlichten Chronik von Johannes Dietrich entnommen. Es gibt keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten oder der Quellenangaben geben.

 

Noch einige Informationen von mir: Kallmerode als Klosterdorf von Reifenstein wurde bis 1826 von Reifensteiner Mönchen betreut. Danach wurden die Pfarrer durch den preußischen Staat angestellt. Angaben zur Zeit vor dem 30-jährigen Krieg sind kaum möglich, da die Kirchenbücher etc. des Ortes damals verloren gegangen sind. Ich nehme an, daß Herr Dietrich die Namen dem Kirchenbuch entnommen hat. Da ich bisher nur die Kopien einsehen durfte, kann ich das nicht bestätigen.

 

Pfarrer:

 

Martin Dreygandt 1610

P. Stephan Günther 1660-1705

P. Alberich Hunoldt 1705-1717

P. Andreas Sartorius 1718-1730

P. Stephan Kullmann 1731

P. Andreas Schneider 1732-1738

P. Ernst von Hagen 1738-1739

P. Eugen Weber 1740-1750

P. Kuno Ringleb 1751-1755

P. Karl Kaiser 1755

P. Kandidus Raab 1755-1757

P. Siegfried Krafft 1757-1760

P. Karl Kayser 1760-1763 (sicherlich derselbe wie in 1755)

P. Antonin Bierwirth 1763-1764 (Schreibweise auch Antonius)

P. Bernard Leineweber 1764-1774 (für 1771 findet sich auch ein Franziskus als Pfarrer)

P. Stephan Mande 1775-1782

P. Alberich Arendt 1782-1793

P. Adrian Apel 1793-1801

P. Joseph Nelz 1801-1826

Heinrich Klapprott 1827-1849

Christoph Leineweber 1849-1853

Philipp Hartmann 1853-1882

Philipp Knieb 1882-1884

Dechant Franz Karl Thrien 1882-1898

Dechant August Dunkelberg 1898-1905

Dechant Heinrich Großheim 1905-1921

Karl Vatteroth 1921-1931

Martin Drissel 1931-1954

Otto Buchardt 1954-1970

Alfons Arand 1970-

 

 

Lehrer 1.Stelle:

 

Johannes Frankenberg 1662-1668

Johannes Vizel 1669-1675

Bartholomäus Herwig 1675-1697

Habich 1697-1702

Joh. Georg Tischbein 1702-1726

Valentin Hornemann 1727-1760

Breitenstein 1760-1807

Bernhard Henning 1807-1809

Trümper 1809-1816

Bernhard Henning 1817-1839

Fiedler 1839-1843

Friedrich Kienemund 1843-1845

Johannes Nauer 1845-1859

Ignaz Teichmann 1859-1882

Heinrich Hagemeister 1882-1901

Johannes Ammer 1907-1922

Johannes Dietrich 1922-1947

Irmgard Dietrich 1947-??

 

 

Lehrer 2.Stelle:

 

Karl Kuhn 1890-1900

Rudolf Kaufmann 1900-1902

Kramer und Beume (Vertretung) 1902

Friedrich Rüdiger 1902-1904

Georg Hepke 1904-1906

Luzia Kaiser 1906-1908

Johannes Dietrich 1908-1922

Anton John 1922-1922

Albert Nietsch 1922-1932

Arthur Streichardt 1932-1935

Joseph Oberthür 1935-1935

Johannes Lorenz 1935-1942

Johannes Dietrich 1942-1944

Irmgard Dietrich 1944-1945

August Klingebiel 1945-1947

Elisabeth Steinemann 1947-1947

Albert Stöber 1947-1947

Clemens Kaufhold 1947-1953

Christoph Trost 1953-1961

Helmut Pleyer 1957-1959

Hermann Bust 1961-1964

Marianne Kirchberg 1964-1965

Emma Metze 1965-1969

 

Marco Born, Kallmerode

 

 


Arno Wand, "Das Eichsfeld als Bischölfliches Kommissariat 1449-1999. Ein Amt macht Geschichte."

 

Studien zur Katholischen Bistums- und Klostergeschichte (Band 41). Leipzig 1999 (St. Benno-Verlag; 229 Seiten einschließlich Index und Literatur- und Abkürzungsverzeichnis und mit 43 Abbildungen; ISBN 3-7462-1349-5;

Ladenpreis: 19,80 DM; 2000 in zweiter Auflage mit kleineren Ergänzungen bzw. Korrekturen erschienen).

 

Arno Wand ist seit fünfzehn Jahren in der thüringischen Kirchengeschichte publizistisch tätig. Die vorgelegten Arbeiten zeigen stets einen lokalen Bezug zu der als katholischer Seelsorger jeweils zu betreuenden Pfarrgemeinde (Nordhausen und Heiligenstadt; vgl. z. B. "Der Dom zum Heiligen Kreuz in Nordhausen. Aus der Geschichte einer Kirche und ihrer Gemeinde". Leipzig 1986); 1996 folgte "Das katholische Reichsstift zum Heiligen Kreuz in Nordhausen und seine Auseinandersetzung mit der evangelischen Reichsstadt 1648-1802".

 

1998 veröffentlichte er die Studie "Reformation, katholische Reform und Gegenreformation im Kurmainzischen Eichsfeld" (1520-1648) bei Cordier in Heiligenstadt, am Ort seiner derzeitigen Pfarrstelle, im hiesigen St.-Vincenz -Krankenhaus.

 

Nun fügt Wand eine weitere Monographie über die Geschichte des Bischöflichen Geistlichen Kommissariats, insbesondere aus Sicht von Heiligenstadt, dem Hauptort des ehemals kurmainzischen Eichsfeldes, der heimat- und landeskundlichen Geschichtsschreibung hinzu.

 

Wand rückt in das Zentrum seiner Betrachtungen das Heiligenstädter Kommissariatsamt, gleichsam exemplarisch und läßt an diesem die überregionale kirchenpolitische Entwicklung vorbeiziehen.

 

Das Werk gliedert sich nach den notwendigen einleitenden Äußerungen (Begriffliches, Thematisches und Forschungsstand, S. 17-21) in fünf logisch strukturierte Hauptteile.

 

Einen Exkurs zum Untereichsfeld-Kommissariat nach 1825, von 1847 an mit ständigem Sitz in Duderstadt, bietet das fünfte und letzte Kapitel (S. 197-205). Da diese seit 1816 - durch die kirchenpolitische Trennung des Eichsfeldes begründet - existierende Behörde, als Pendant zur obereichsfeldischen Einrichtung, ab 1824 zum Bistum Hildesheim gehört, erklärt sich deren periphere Beschäftigung.

 

Recht knapp ist der von 1930 bis 1994 bzw. bis heute reichende vierte Abschnitt (Seite165-196) gegenüber den vorherigen Kapiteln gehalten. In ihm werden die prägnanten Ereignisse mit den handelnden Personen beleuchtet. Die verwendeten gedruckten Aussagen beruhen zu einem nicht geringen Teil auf Zeitzeugen; ein Faktum, das sich jeder Chronist wünscht. Es geht dem Autor nicht um eine ausführliche Darstellung der Verhältnisse ab 1930 als vielmehr um die eindeutige Vermittlung der derzeitigen Amtsbefugnisse und Vollmachten des Kommissariats, die sich im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Diese sind nicht unerheblich durch die Abläufe in der Weimarer Republik und durch jene der beiden sich anschließenden deutschen Diktaturen - Drittes Reich und DDR - beeinflußt worden.

 

Als ein bedeutsames Ergebnis seines Buches notiert Wand (Zusammenfassung, S. 212) hinsichtlich der noch heute verbliebenen Fakultäten "Das in dieser Studie bearbeitete Amt des im allgemein geltenden Kirchenrecht nicht vorgesehenen Amtes des Kommissarius hat m. E. eine gewisse Entsprechung in dem vom Vaticanum II geschaffenen Amt des Bischofsvikars. Dieser besitzt ordentliche, stellvertretende Leitungsvollmacht im Bereich der Exekutive für ein territorial, personal oder funktional begrenztes Aufgabengebiet. Dieses (Aufgabengebiet) ist vom Diözesanbischof inhaltlich näherin zu umschreiben. CIC c. 134 §§ 1 und 2".

 

Als das Charakteristikum für die Kompetenz eines bischöflichen Kommissarius benennt der Autor in erster Linie - zumindest derzeit - zu recht die Präsenz und Repräsentation des in Erfurt residierenden Bischofs vor Ort, im thüringischen Gebiet des Eichsfeldes.

 

Die nachvollziehbare Schilderung der Wegstrecke, das dieses Amt bis zu dem obigen Istzustand durchlaufen hat, die Auslotung des theologisch-juristisch sich wandelnden Bedeutungsinhaltes der Behörde Bischöfliches Geistliches Kommissariat, ist das eigentliche Verdienst der Arbeit.

 

In den Kapiteln eins bis drei, den umfangreichsten der Publikation, läßt Wand eine Vielzahl von Originalquellen - die er vornehmlich aus dem Archiv des Bischöflichen Geistlichen Kommissariats Heiligenstadt und aus dem Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv - entnommen hat - sprechen. Damit gewinnen die Ausführungen an Plastizität und Spannung und zeichnen originäre Konditionen nach. Der aufmerksame Leser wird aufgefordert, die intellektuelle Beschäftigung zu suchen; er kann einen aktiven Part übernehmen.

 

Wand berichtet am Beginn (S. 22 ff.) der Untersuchung über die Wurzeln der Erzbischöflichen Kommissare des Eichsfeldes. In diesem Zusammenhang stellt er erstmals den lateinischen Urtext der Anstellungsurkunde des ersten nachweisbaren Kommissarius Heiso Krauwel für die Propsteien Heiligenstadt, Nörten und Einbeck vom 24.07.1449 (Staatsarchiv Würzburg; Mainzer Ingrossaturbuch 26, fol. 8) als Abbildung der Öffentlichkeit vor (s. Anhang). Aufgrund dieses Zeugnisses läßt die Forschung seit 1897 die Geschichte des Kommissariats Heiligenstadt mit dem Jahr 1449 einsetzen.

 

In den folgenden Epochen (Reformation, Dreißigjähriger Krieg etc.; ab S. 33 ff.) bis zur Gegenwart änderte und ändert sich häufig dessen Kompetenzbereich, über den Höhepunkt der Amtsvollmachten im 17. und 18. Jahrhundert (S. 50 ff.) bis zum Verlust der Gerichtsbarkeit im 19. Jahrhundert (S. 132) und der oben beschriebenen jetzigen Situation; eine Tatsache, die sicherlich auch in der Zukunft Bestätigung erfahren wird, da das Bischöfliche Geistliche Kommissariat Heiligenstadt als eine der ältesten Behörden des Eichsfeldes und Mitteldeutschlands heute noch amtiert.

 

Wand versucht stets den kirchenrechtlich relevanten Rahmen, in denen sich das Kommissariat zu den verschiedenen Zeiten einzufinden hatte, aufzuspüren und unter rechtsgeschichtlichen Aspekten zu definieren.

 

Die kirchenpolitische Zäsur um und nach 1802 (S. 87 ff.), die endlich zur Trennung des Eichsfeldes in das Ober- und Untereichsfeld mit all den Konsequenzen führte, ist für mein Dafürhalten für den Wenigerkundigen zu diffizil erörtert, so daß das Wesentliche dem genannten Leserkreis verborgen bleiben könnte. Mir ist klar, daß Übergänge nicht starr, vielmehr fließend verlaufen.

 

Ähnliches läßt sich zu der Abfolge der Amtsinhaber sagen; auch hier hätte eine klarere Abgrenzung für den Buchbenutzer erfolgen können, um das "lästige" Blättern im Index (ab S. 213 ff.) am Ende der Abhandlung zu vermeiden. Zusätzliche und weiterreichende Bemerkungen zu den einzelnen Amtsinhabern (Kommissare) wären sinnvoll gewesen.

 

Für bestimmte, heute nicht mehr im allgemeinen Sprachgebrauch übliche, Begriffe (z. B. Pedell, S. 147) hätte der Autor für eine kurze Erläuterung (vielleicht als Glossar im Anhang) sorgen können.

 

Diese Kritiken, die z. T. unerheblich sind, schmälern keinesfalls den Stellenwert der Monographie. Deshalb sollen die abschließenden Sätze diesem Gesichtspunkt - auch als bleibende Einschätzung - Rechnung tragen.

 

Wand versteht es, mit seiner Arbeit sowohl den Bedürfnissen wissenschaftlicher Korrektheit (umfangreicher Anmerkungsapparat) als auch den Wünschen derer nachhaltig zu entsprechen, die Geschichte nacherzählt vorfinden möchten. Schwierige Sachfragen werden in einer für den Laien verständlichen Art und Weise vermittelt. Man bemerkt, daß das Schreiben dem Bearbeiter relativ leicht von der Hand ging; man spürt regelrecht die Freude, die dieser bei der Abfassung empfunden hat. Dieses kann nur aufkommen, wenn der Themenkomplex vollständig durchdrungen worden ist.

 

Nicht abzustreiten ist seine These, daß das Amt des Bischöflichen Kommissarius für den Prozeß der Eichsfeldwerdung, d. h. für die Herausbildung eines eichsfeldischen Bewußtseins, eine nicht unerhebliche Bedeutung einnahm und einnimmt (S. 15).

 

Wenn diese Ausgangsformulierung als Motto der gesamten Abhandlung verstanden wird und nachträglich dem Leser bewußt bleibt, dann hat sich die hier rezensierte Studie mehr als gelohnt.

 

Das Buch stellt eine wertvolle Ergänzung für die eichsfeldische Landeskunde dar; dies wird nicht zuletzt dadurch deutlich, daß es bereits im Frühsommer 2000 in der zweiten Auflage erschienen ist.

 

Maik Pinkert (Heiligenstadt im November 2000).


Das Archiv des Bischöflichen Geistlichen Kommissariats Heiligenstadt

 

Das Archiv des Bischöflichen Geistlichen Kommissariats Heiligenstadt ist wohl genauso alt wie die Unterbehörde Kommissariat, die am 24. Juli 1449 als Vertretung für den Mainzer Bischof im Eichsfeld ins Leben gerufen wurde. Demnach ist es das älteste und derzeit noch arbeitende Archiv des Territoriums, zumindest für das Obereichsfeld.

 

In ihm sind kirchliche Unterlagen, Urkunden, Schuldscheine, Kirchenbücher der katholischen Gemeinden des Kommissariatsbezirks sowie der zuständigen vorgesetzten Dienststellen des verantwortlichen Bischöflichen Stuhls vom 12. Jahrhundert bis zu Gegenwart mit ca. 184 laufenden Metern aufbewahrt. Zusätzlich enthält das Archiv Dokumente von den zwischen 1803 und 1810 aufgelösten eichsfeldischen Klöstern und vom 1773 aufgehobenen Heiligenstädter Jesuitenkolleg.

 

Das Kommissariat und sein Archiv ist ab 1816 vor allem für das Schriftgut der eichsfeldischen katholischen Pfarrgemeinden des derzeitigen Freistaates Thüringen verantwortlich - davor für das gesamte Eichsfeld - das bedeutet: auch für den jetzigen niedersächsischen Teil des Gebietes. Nach mehrmaligen Ortswechseln vom Kommissariat Duderstadt (17./18. Jahrhundert) über das Heiligenstädter "Deutsche Haus" bis in das Schloß von Heiligenstadt wurde das Archiv 1941 zwangsweise aus dem Landratsamt (Schloß) in das Propsteipfarramt "St. Marien" Heiligenstadt (Lindenallee 44) ausgelagert.

 

Das Archiv des Bischöflichen Geistlichen Kommissariats Heiligenstadt im 1994 wieder begründeten Bistum Erfurt ist eines der bedeutsameren Archive nicht nur im Eichsfeld, sondern auch im Freistaat Thüringen und in Mitteldeutschland, allein schon wegen seiner geographischen Lage tangiert es ebenso Geschehnisse in Niedersachsen und Hessen. Dieser Sachverhalt ist im Bestand faßbar.

 

Maik Pinkert (Heiligenstadt im November 2000)


Matthias Schmidt: "Die Dorfkirchen im Landkreis Eichsfeld"

 

Broschur; 164 Seiten, 120 Farbfotos; ISBN 3-929413-39-6; beim Verlag Cordier Heiligenstadt erschienen

Preis: 19,80 DM

 

HEILIGENSTADT.

 

Zum Tag des offenen Denkmals - am 10. September diesen Jahres - der erstmals zentral für den Freistaat Thüringen in der Heiligenstädter "St.-Martins-Kirche" eröffnet worden ist, erschien die oben genannte Studie von Dr. Matthias Schmidt. Der promovierte Kunsthistoriker ist an der oberen Denkmalschutzbehörde des Landes Thüringen in Erfurt tätig.

 

Bedenklich scheint mir die Wahl des Themas bzw. die Eingrenzung des Arbeitsgebietes, das sich allein auf die Dorfkirchen des Landkreises Eichsfeld bezieht. Die eichsfeldischen Gemeinden beispielsweise des Unstrut-Hainich-Kreises bleiben aus unverständlichen und wissenschaftlich nicht nachvollziehbaren Gründen ausgespart; damit findet eine isolierte Betrachtung einer seit jeher geschlossenen Kulturlandschaft statt. Politische Grenzen umfassen niemals vollständig gewachsene kulturhistorische Phänomene.

 

Auf Seite 22 benennt Schmidt eine Empore von der Kirche in Asbach (nichteichsfeldisches Dorf). Diese ist seit den siebziger Jahren nicht mehr existent. Eine Kanzel und eine Doppelempore beschreibt der Autor aus der Breitenholzer Kirche (Seite 36); auch diese sind schon einige Jahre nicht mehr vorhanden.

 

An dieser Stelle habe ich nur einige wenige Mängel sowie Schwächen des Werkes aufgezählt, um zu belegen, daß meine Behauptungen nicht "aus der Luft" gegriffen sind. Die "Mängelliste" ließe sich fortsetzen.

 

Abschließend kann gesagt werden, daß die fachlich mangelhafte Arbeit zu den "besseren Zusammenstellungen" zählt, da es bisher nichts Vergleichbares gibt.

 

Die Ausführungen von Schmidt verwirren den Leser eher als ihn aufzuklären.

 

Maik Pinkert (Heiligenstadt im November 2000)


Harzzeitschrift (Bd. 50/51, Jahrgang 1998/1999)

 

In der im September 2000 in Braunschweig erschienenen Harzzeitschrift (Bd. 50/51, Jahrgang 1998/1999) sind auch einige grundlegende Studien der eichsfeldischen Geschichtsschreibung berücksichtigt

 

BRAUNSCHWEIG/WERNIGERODE/HEILIGENSTADT.

 

Das wissenschaftlich angelegte Jahrbuch des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde (Braunschweig und Wernigerode) enthält in seiner aktuellen Ausgabe einen recht ausführlichen Besprechungsteil (S. 183-259).

 

In diesem sind auch einige Arbeiten aus der eichsfeldischen Landeskunde aufgenommen worden.

 

Die in erweiterter Form in den letzten zwei Jahren erneut aufgelegten Studien von Bernhard Opfermann über die Klöster des Eichsfeldes (1962 bereits in zweiter Auflage) und zu seinen "Gestalten des Eichsfeldes" (1968 erstmals erschienen) sowie das kommentierte, aktuell herausgegebene Urkundenbuch des Klosters Teistungenburg von Julius Jäger (1878/79) werden von Josef Keppler (Lindewerra) vorgestellt.

 

Arno Wands Monographie "Das Eichsfeld als Bischöfliches Kommissariat 1449-1999. Ein Amt macht Geschichte" aus dem Jahr 1999 und 2000 in einer zweiten, leicht korrigierten Ausgabe der Öffentlichkeit vorgelegt, bespricht Maik Pinkert (Kommissariatsarchiv Heiligenstadt) kritisch. Hier wird erstmals eine umfassende bzw. zusammenfassende Darstellung vom Werdegang des Amtes Bischöfliches Kommissariat im Eichsfeld, von seinem Beginn 1449 bis heute, präsentiert sowie analysiert.

 

Diese Publikation trägt dazu bei, daß die Kulturlandschaft Eichsfeld mit einer reichhaltigen Überlieferung weiterhin an Bekanntheit gewinnen wird.

 

Maik Pinkert (Heiligenstadt im November 2000)


Das Heiligenstädter Kolloquium "Bischof Burchard in seiner Zeit"

 

Das Heiligenstädter Kolloquium "Bischof Burchard in seiner Zeit" vom 13. bis 15. Oktober 2000 - ein voller Erfolg

 

HEILIGENSTADT.

 

Das Heiligenstädter Kolloquium begann am Freitagabend (13. Oktober) mit einem Empfang für die Referenten in der Laurentiuskapelle des Landratsamtes. Dabei begrüßte der Landrat des Landkreises Eichsfeld Dr. Werner Henning die auf der Tagung Vortragenden aus ganz Deutschland sowie aus Österreich und geladenen Ehrengäste aus der Politik, Wirtschaft und der Geistlichkeit.

 

Neben dem Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke - der Schirmherr des Kolloquiums - waren

 

u. a. der Propst und Bischöfliche Kommissarius des Eichsfeldes Heinz Josef Durstewitz, der Dekan der evangelischen St. Martins-Kirche Martin Herche und der Bürgermeister der Stadt Heilbad Heiligenstadt Bernd Beck als Repräsentanten des Landkreises Eichsfeld anwesend.

 

In seiner Begrüßung würdigte Dr. Werner Henning vor allem die bevorstehende aktive Gestaltung der Tagung durch die z. T. recht weite Anfahrtsstrecken in Kauf nehmenden Wissenschaftler in die geschichtsträchtige Kulturlandschaft Eichsfeld mit dem Hauptort Heiligenstadt; die namentliche Nennung der Historiker, Archäologen, Theologen, Kunsthistoriker und Rechtshistoriker unterstrich deren Engagement nachdrücklich.

 

An diesen durch klassische Musik umrahmten Empfang schloß sich in der Weihekirche von Burchard zum Bischof von Worms "St. Martin" ein gregorianisches Konzert der Göttinger Choralschola an. Am Ende der ansprechend vorgetragenen Chorale wurde mittels Leinwand und DVD-Disk eine Computersimulation zur Rekonstruktion des Wormser Domes, der auf Veranlassung von Burchard seinerzeit (1018 geweiht) entstand, nach archäologischen und kunsthistorischen Befunden präsentiert. Die Vorführung wurde durch die Göttinger Künstler begleitet, sozusagen durch "Live-Musik eingefangen"; ein Erlebnis, das sicherlich in Erinnerung bleiben wird.

 

Maik Pinkert (Heiligenstadt im Oktober 2000)


"Blätter des Vereins für Thüringische Geschichte e. V. (Jena)"

Die "Blätter des Vereins für Thüringische Geschichte e. V. (Jena)"

mit zahlreichen Beiträgen über das Eichsfeld sind erschienen

 

HEILIGENSTADT/JENA.

 

Der Verein für Thüringische Geschichte führte am 13. bis 15. Mai 2000 erstmals in seiner 150-jährigen Geschichte die Jahreshauptversammlung in Heilbad Heiligenstadt durch.

 

Auf dem Tagungsprogramm standen eine Reihe von Vorträgen - die allesamt von drei jungen Eichsfelder Wissenschaftlern, Steffi Hummel (Worbis/Jena), Thomas Müller (Worbis/Heiligenstadt) und Maik Pinkert (Uder/Heiligenstadt) gehalten worden sind - Führungen und Exkursionen durch Heiligenstadt und durch das Eichsfeld; diese wurden maßgeblich von den Archivaren Anja Seeboth, Thomas Müller und Maik Pinkert organisiert und geprägt. Hinzu trat das tatkräftige Mittun von Hermann Schüttel und Wolfgang Friese (alle Heiligenstadt).

 

Das Ergebnis dieser Bemühungen ist die nun vorliegende Publikation, die sehr informativ und ausführlich über die eichsfeldische Kulturlandschaft berichtet.

 

Anja Seeboth schreibt in dem Heft über "Das Kreisarchiv des Landkreises Eichsfeld - Entstehung und Tektonik"; Steffi Hummel erläutert "Das Eichsfeld im 19. Jahrhundert. Entstehung und Ausformung eines regionalen katholischen Milieus"; Hermann Schüttel greift ein originär religiöses Thema "Kreuzwege und Wallfahrten im Eichsfeld" auf; Wolfgang Friese referiert über sein Haus "Das Eichsfelder Heimatmuseum in Heilbad Heiligenstadt"; Thoams Müller äußert sich zum "... Stadtarchiv Heiligenstadt - Seine Geschichte und seine Bestände" und schließlich schreibt Maik Pinkert über "Das Archiv des Bischöflichen Geistlichen Kommissariats - Die Zusammenarbeit der Archive des Landkreises Eichsfeld am Beispiel des Heiligenstädter Burchard-Jahres".

 

Am Ende des Druckes verweist der Verein für Thüringische Geschichte auf die Veranstaltungen in der zweiten Hälfte des Burchard-Jahres in Heilbad Heiligenstadt.

 

Dieses Heft, das man gleichsam als ein "Eichsfeldheft" bezeichnen kann, wird dazu beitragen, daß das Eichsfeld in ganz Thüringen und darüber hinaus an Bekanntheit gewinnen wird; dieser Sachverhalt wird zusätzlich durch den regen Schriftentausch des Vereins für Thüringische Geschichte e. V. verstärkt, so daß eine deutschlandweite Verbreitung gesichert ist.

 

Interessenten sollten sich an die Redaktion der oben bezeichneten Blätter wenden:

 

Die Anschrift lautet:

Herrn PD (Privatdozent) Dr. Peter Hallpap

Arvid-Harnack-Straße 13

07743 Jena.

 

Maik Pinkert (Heiligenstadt im September 2000)


Kommissariatsarchiv Heiligenstadt

 

Anschrift:

 

Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt - Archiv

Lindenallee 44

37308

Heilbad Heiligenstadt.

 

Tel: 03606/619784 -- Fax: 03606/606116.

 

Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt.

 

Das Archiv enthält Akten der katholischen Pfarrgemeinden des Kommissariatsbezirks (insbesondere derjenigen aus dem Obereichsfeld) und der vorgesetzten Behörden (Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt und des jeweiligen zuständigen Bischöflichen Stuhls). Das Kommissariat Heiligenstadt ist ab 1816 hauptsächlich für die eichsfeldischen katholischen Pfarrgemeinden des heutigen Freistaates Thüringen zuständig; zuvor für das gesamte Eichsfeld, d.h. auch für den derzeitigen niedersächsischen Teil der Region.

 

Generalia:

Allgemeine innerkirchliche Themen und Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt [1578-1961, mit Lücken; 13 lfm].

 

Spezialia:

Katholische Pfarrgemeinden [1523-1966 mit Lücken; 28,5 lfm].

 

Rechnungen, Etats, Revisionen, Belege, Manuale:

Katholische Pfarrgemeinden (Fonds), Klöster, Kapellen und Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt [1582-1959, mit Lücken; 87,00 lfm].

 

Geistliche Fonds und Stiftungen:

Katholische Pfarrgemeinden und Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt [1637-1935, mit Lücken; 8,00 lfm].

 

Visitationen:

Katholische Pfarrgemeinden, [1648-1835, mit Lücken; 1,50 lfm].

 

Miscellanea:

u.a. Jesuitenkolleg Heiligenstadt [1517-1891, mit Lücken; 4,50 lfm].

 

Klöster:

Eichsfeld, Anrode, Beuren, Gerode, St. Martinsstift Heiligenstadt, Reifenstein, Teistungenburg, Zella [1124-1836, mit Lücken; 2,00 lfm].

 

Duplikate Kirchenbücher, Firmenverzeichnisse, Ehedispensen, Approbationen und Conduitenlisten (Geistliche und Lehrer) und Armen- und Schulsachen:

Katholische Pfarrgemeinden und Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt [1607-1945, mit Lücken; 3,00 lfm].

 

Sessionsprotokolle (z.T. Visitationsprotokolle):

Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt, Erzbistum Mainz und Kollegiatstift St. Martin Heiligenstadt [1664-1842, mit Lücken; 5,50 lfm].

 

Protokolle:

Journale bzw. Tagebücher, Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt [1827-1975, mit Lücken; 3,00 lfm].

 

Personalia:

Geistliche und Lehrer des Obereichsfeldes [1781 bis heute und 1812 bis 1875, mit Lücken; 5,00 lfm].

 

Urkunden bzw. Schuldscheine:

Propstei St. Marien Heiligenstadt und Bischöfliches Geistliches Kommissariat Heiligenstadt [1224-1766, mit Lücken; 170 Stück].

 

Nachlässe:

20 Manuskriptbände des Geistlichen Rates Philipp Knieb, Heiligenstadt [1896-1912; 0,50 lfm].

 

Elektronische Datenträger:

98 Schallplatten, 70 Tonbänder, 4 Kassetten, 8 Videofilme, 150 Filmrollen (Negative).

 

Karten/Pläne:

11 historische Karten, davon 1 Stadtplan Heiligenstadt und 10 topographische Karten von Thüringen und vom Eichsfeld.

 

Sammlung:

Foto- und Diasammlung Kirche und Eichsfeld (um 1865 bzw. um 1920-heute, mit Lücken; 91 Diaserien aus dem Nachlaß des Geistlichen Rates Hermann-Josef Siebrand, Lenterode; insgesamt ca. 5000 Dias und Fotos).

 

Pfarreien:

Propstei St. Marien Heiligenstadt [1579-heute, u.a. Kirchenbücher seit 1650, mit Lücken, ab 1667 bis heute komplett und Kirchenbuch der Pfarrgemeinde St. Martin Heiligenstadt, 1674-1803; 7,00 lfm]; St. Sergius und Bachus Kreuzebra, Dekanat Küllstedt/Eichsfeld [(1998 übernommen) 1636-1996, mit Lücken, u.a. Duplikate der Kirchenbücher 1736-1849; 5,00 lfm].

 

Sonstiges:

Reponierte Akten (Verwaltung, Duplikate Kirchenbücher etc.), Kommissariatsbezirk Heiligenstadt [etwa 1960 bis heute, ca. 10,50 lfm].

1124-heute, mit Lücken (Archivgut dessen Schlußdatum weniger als 40 Jahre zurückliegt ist grundsätzlich von einer Nutzung durch Dritte ausgeschlossen); ca. 184 lfm.

 

Zeitungen:

Die Katholische Kirche 1897-1900 (mit Lücken); Bonifatiusbote 49, (Nr.43) 1932; St. Hedwigsblatt, Katholisches Kirchenblatt im Bistum Berlin 1966-1970, 1972, 1976 und 1987-1990; Tag des Herrn, Katholische Wochenzeitung 1957, 1959-1977 und 1980-1997. Eichsfelder Heimatbote 1922-1929 und 1933-1941; Preußische Staatszeitung 1830.

 

Amtsblätter:

Gesetzsammlung für die Königlichen Preußischen Staaten bzw. Preußische Gesetzsammlung 1810-1920 (mit Lücken); Amtsblatt der Königlichen bzw. Preußischen Regierung zu Erfurt 1818-1935 (mit Lücken); Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes 1867-1870; Reichsgesetzblatt 1871-1932 (mit Lücken); Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen 1897-1922 (mit Lücken); Amtliches Schulblatt für den Regierungsbezirk Erfurt 1913-1925; Regierungsblatt für das Land Thüringen 1949-1952; Gesetzblatt der DDR 1958-1990 (mit Lücken); Kirchliches Amtsblatt für die Diözese Paderborn 1893-1897, 1911-1932 und 1946-1953; Kirchliches Amtsblatt der Diözese Fulda 1921-1951; Kirchliches Amtsblatt für die Bistümer und die Erzbischöflichen bzw. Bischöflichen Kommissariate im Gebiet der DDR, Ausgabe des Generalvikariats Erfurt 1952-1972, ab 1973-1990 Kirchliches Amtsblatt der Ordinariate und Bischöflichen Ämter in der DDR, Ausgabe des Bischöflichen Amtes Erfurt/Meiningen, ab 1990 Kirchliches Amtsblatt des Bischöflichen Amtes Erfurt/Meiningen, ab 1994 Amtsblatt für das Bistum Erfurt.

 

Archivbibliothek bzw. Pfarr- und Kommissariatsbibliothek:

 

Öffnungszeiten: Mi 8.00-12.00, 13.00-17.00

 

zum Archiv: Minerva-Handbücher (2. Lfg. Bd. 1, Berlin u. Leipzig 1932), 159. - Hermann Schröter: Ein wertvolles Archiv im Schloß zu Heiligenstadt. In: Heiligenstädter Zeitung 223, 1937. - Maik Pinkert: Das Kommissariatsarchiv Heiligenstadt. In: Festschrift zur 1200jährigen Wiederkehr der Gründung des Bistums Paderborn od. In: Jahrbuch Eichsfeld 1999 [Paderborn od. Duderstadt 1999, im Druck].

 

zur Bibliothek: Felicitas Marwinski: Pfarrbibliothek in der Propstei Heiligenstadt. In: Handbuch der Historischen Buchbestände in Deutschland, in Zusammenarbeit mit anderen hrsg. von Bernhard Fabian, Bd. 19 u. 20, Thüringen. Hildesheim 1999 [im Druck].

 

zum Archiv und zur Bibliothek: Maik Pinkert: Bibliographie und handschriftlicher Nachlaß von Philipp Knieb im Kommissariatsarchiv Heiligenstadt. In: Eichsfeld, Monatszeitschrift des Eichsfeldes, Duderstadt 1999 [im Druck].

 

Stand: 15.04.1999

 

Siehe bzw. Vergleiche: Archivführer Thüringen. Herausgegeben von der Archivberatungsstelle Thüringen. Bearbeitet von Frank Boblenz und Bettina Fischer. Weimar 1999, 244-246.


Die Archive des Landkreises Eichsfeldes und das "Heiligenstädter Burchard-Jahr 2000"

 

Das Archiv des Landkreises Eichsfeld in Heiligenstadt [Anja Seeboth], das Archiv der Stadt Heilbad Heiligenstadt [Thomas Müller] und das Archiv des Bischöflichen Geistlichen Kommissariats in Heiligenstadt [Maik Pinkert] haben sich zur Aufgabe gestellt, im Jahr 2000 die eintausendjährige Wiederkehr der Bischofsweihe Burhards von Worms in Heiligenstadt mit vielfältigen Veranstaltungen zu begehen.

 

Die Archive selbst können an zeitgenössischen Quellen zur Erhellung dieses Ereignisses nichts beitragen; sind auf Originalbestände andernorts angewiesen.

 

Trotzdem war die Intention der Verantwortlichen [Landkreis Eichsfeld, Stadt Heilbad Heiligenstadt, die Superintendur Heiligenstadt und das Bischöfliche Geistliche Kommissariat Heiligenstadt] an dieses Jubiläum zu erinnern, da eine solche Weihe nahezu ein Novum in der eichsfeldischen Geschichte darstellt.

 

Heiligenstadt wurde seinerzeit durch die politische und geistliche Macht sicher nicht zufällig als Weiheort gewählt. Die Würdigung des Bischofs Burchard I. von Worms einschließlich der damit verbundenen Kenntlichmachung der Geschichte, Tradition und Überlieferung im Eichsfeld ist das Hauptanliegen im Jubiläumsjahr.

 


Bekanntmachung des Museums Heiligenstadt (Herr Friese)

 

Betreffend Inventar des Aktenarchivs der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz

 

A: Inventar des Mainzer Reichserzkanzler-Archivs im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien

Band 1: Inventar des Reichserzarchivs

Band 2: 1. Kurfürstentum und Reich. Zentralbehörden

Band 3: 2. Ämter und Centren; 3. Öffentliche Ordnung und Verwaltung

Band 4: 4. Landwirtschaft, Forsten, Jagd und Fischerei; 5. Wirtschaft, Handel, Verkehr und Münzen

Band 5: 6. Militär und Krieg; 7. Steuern, Abgaben, Leistungen; 8. Lehen, Pfandschaften, Arreste, Depositen

Band 6: 9. Erfurter und Eichsfelder Staat, Gleichen und Kranichfeld

Band 7: 10. Beziehungen zu Hessen-Kassel

Band 8: 11. Beziehungen zu Hessen-Darmstadt, Hessen- Rheinfels, Nassau; 12. Beziehungen zu anderen weltlichen Territorien

Band 9: 13. Beziehungen zur Reichsritterschaft; 14. Beziehungen zu geistlichen Territorien

 

Die Bände 1 bis 5 sind im Museeum Heiligenstadt vorhanden. Band 6 (für das Eichsfeld interessant) ist derzeit in Bearbeitung.

Die Bände 7 - 9 sind in Vorbereitung.


Amtliche Bekanntmachung des Landkreis Eichsfeld

 

Der Landkreis Eichsfeld gibt gemäß Abs. 2 Satz 2 Thüringer Verordnung zur Auflösung der Urkundenstellen bei den Landkreisen vom 03. September 1997 bekannt:

 

"Mit Datum 15.12.1998 wurde die Auflösung der Urkundenstellen (Heiligenstadt Worbis) durch das Landratsamt Eichsfeld abgeschlossen. Die Personenstandsbücher (Erstbücher) bestehen aus Geburten-, Heirats und Sterbebüchern der Jahrgänge 1874 bis 1990 der alten Standesämter wurden an die Verwaltungsgemeinschaften Personenstandsurkunden und der damit verbundenen Aufgaben auf die Standesämter der Gebietskörperschaft übertragen.

 

Heilbad Heiligenstadt, den 07.01.1999

Der Landrat"

(Wörtgetreue Übernahme aus Veröffentlichung des Landkreises)

 


Historic Emigration Office (HEO):

 

Das Historic Emigration Office (HEO) besitzt Daten über Auswanderer, die im Zeitraum zwischen 1850-1934 über den Hamburger Hafen in Richtung Amerika aufgebrochen sind:

 

 

<typolist>

1. exakte Angaben über Jahr und Tag der Emigration

2. Passagier-Listen aller Schiffe, die Hamburg im Zeitraum von 1850-1934 verlassen haben (Microfilme)

</typolist>

 

 

Die Bearbeitung von Anfragen erfolgt aus dem Datenbestand von etwa 6 Millionen erfaßter Personen. Voraussetzung ist die Angabe des Emigrationsjahres. Bei erfolgreicher Suche erhalten Sie einen gesiegelten Auszug aus der Original-Schiffsliste, die Ihre gesuchten Personendaten enthält sowie Schiffsname, Zielhafen, Abfahrtstag etc.

 

Die Suchgebühr für jedes Jahr und jede Person beträgt $75, nach ca. 6 Wochen erhalten Sie Antwort. (Stand 1997)

 

Adresse und Öffnungszeiten:

 

H.E.O., Tourismus-Zentrale Hamburg

Steinstraße 7

Postfach 102249

Hamburg

D-20015

 

Tel.: (+49) 040 / 300 51 282

Fax.:(+49) 040 / 300 51 220

 

geöffnet: Dienstag und Donnerstag von 10-17 Uhr (andere Wochentage nach Vereinbahrung)