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7. Jahrestreffen des AK-Eichsfeld

vom 20.10.2000 - 22.10.2000 in Heiligenstadt

 

 

Bilder vom Arbeitskreis-Treffen

 

Zeitungsartikel vom Arbeitskreis-Treffen

 

 

Bericht zum 7. Jahrestreffen des Arbeitskreises Eichsfeld

 

Vom 20.-22.Oktober 2000 trafen sich, mittlerweile zum 7. Mal, die Mitglieder und Freunde des Arbeitskreises Eichsfeld im Saal des Gemeindezentrums St. Marien in Heiligenstadt.

 

Aus ganz Deutschland und auch aus den Niederlanden fanden sich die rund 70 Hobbygenealogen und Heimatforscher zusammenen, die alle eins gemeinsam haben: Ihre Vorfahren stammen aus dem Eichsfeld und ihr Interresse gilt der Geschichte dieser mitteldeutschen Region.

 

Mit einem gemütlichen Beisammensein startete das Treffen am Freitag, den 20.10. im Gasthof Möhrenkönig. Alte und neue Mitglieder konnten hier einander kennenlernen und viele der Teilnehmer nutzen bereits an diesem Abend die Gelegenheit erste Forschungsergebnisse untereinander auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Bis weit nach Mitternacht waren die Ahnenforscher bei gutem Essen und einer Flasche Wein in lockerer Atmosphäre in Gespräche über dieses spannende Hobby vertieft.

Vorträge beim AK-Treffen

Für den Samstag-Vormittag (21.10.) stand die Möglichkeit der Einsichtnahme in alte Kirchenrechnungen aus dem Bischöflichen Kommissariatsarchiv auf der Tagesordnung, die von vielen auch genutzt wurde. Auch wenn man anhand dieser genealogischen Quelle sicher keine direkte Vervollständigung seiner Ahnentafeln erwarten kann, so findet sich doch so manch heitere oder auch ernste Ergänzung, die ein wenig "Fleisch an das Gerippe" bringen, so daß man neben den recht trockenen Daten einen kleinen Einblick in das Leben der Vorfahren bekommt.

 

So fand auch ein Forscher in den Kirchenrechnungen den Vermerk, daß einer seiner Ahnen wegen "ungehörlichen Benehmens" in der Kirche eine recht beachtliche Geldstrafe zahlen mußte.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Möhrenkönig begann um 14.00 Uhr der thematische Teil des Treffens.

 

Herr Norbert Degenhard aus Ratingen stellte sein Ortsippenbuch von Großbartloff vor. In jahrelanger mühevoller Forschungsarbeit hat er das gesamte Kirchenbuch dieses Dorfes ausgewertet und die Familien in dem 623 Seiten starken Werk zusammengefaßt.

 

Herr Roland Pudenz aus Erfurt berichtete in einem kurzem Vortrag über seine Forschung im Thüringer Staatsarchiv Gotha. Seine Erfassung und Zusammenstellung der Eichsfelder Archivalien in Gotha soll anderen Forschern die Arbeit erleichtern und über interessante genealogische Quellen außerhalb des Eichsfeldes informieren.

 

Den Abschluß bildete Herr Matthias Kohl aus Berlin mit seinem spannenden Vortrag über Dispensen. Innerhalb eines Jahres hat er die alten Unterlagen geordnet und ausgewertet, die älteste Dispens stammt aus dem Jahr 1578. Für den Familienforscher ist diese genealogische Quelle äußerst interessant, nicht nur weil die Dispensen aus dem Bischöflichen Kommissariatsarchiv teilweise weit über den Beginn der Kirchenbücher hinausgehen, sondern weil sie auch über die Lebensbedingungen der Vorfahren erzählen können.

 

Im Anschluß an die Vorträge fanden sich die Forscher in kleinen Gruppen zusammen, tauschten Ergebnisse und Erfahrungen aus, stellten Gemeinsamkeiten und Verwandtschaftsbeziehungen fest. Alte Urkunden, Fotos und Ahnentafeln kamen zum Vorschein, manch meterlanger Stammbaum wurde im Saal ausgerollt und der Kopierer leistete wie jedes Jahr Schwerstarbeit.

 

Stark umringt war wieder der Computerarbeitsplatz, wo sich die Teilnehmer u.a. über genealogische Programme informierten. In den verkarteten Kirchenbüchen (auf Karteikarten, als gebundenes Buch oder direkt im PC) konnte jeder selbst nach seinen Vorfahren suchen. Bis in die späten Abendstunden saßen auch an diesem Tag die Ahnenforscher, in Gespräche vertieft, zusammen.

 

Sonntagvormittag hatten alle Teilnehmer noch einmal die Gelegenheit die Gespäche vom Vortag fortzusetzen und Adressen auszutauschen, um nicht nur einmal im Jahr sondern jederzeit mit anderen Genealogen in Kontakt zu treten.

 

Das diesjährige inzwischen traditionelle Jahrestreffen fand bei allen Teilnehmern und Gästen großen Anklang. Gelobt wurde die lockere und fröhliche Atmosphäre, die gute Organisation und besonders der Eichsfelder Schmandkuchen der Bäckerei J. Gaßmann aus Heiligenstadt.

 

Bedanken möchten wir uns bei Herrn Robert Dix aus Arnhem, Holland, der dem Arbeitskreis Eichsfeld ein kostenloses Exemplar seines Buches über die Familie Dix überreicht hat.

 

Zunehmendes Interesse an den jährlichen Tagungen, ständig wachsende Mitgliederzahlen und zahlreiche Zugriffe auf unsere Homepage zeigen, daß der Arbeitskreis Eichsfeld nicht nur in Deutschland und Holland, sondern auch in Australien und Amerika bekannt und beliebt ist. Vielleicht können wir zum 8. AK-Treffen im Jahr 2001 schon Genealogen aus den USA in unserem Kreise begrüßen.

 

Wir danken allen Teilnehmern und Referenten, dem Leiter des Kommissariatsarchiv Herrn Maik Pinkert und den Organisatoren des Treffen und verbleiben mit frohen Forschergrüßen bis zum nächsten Jahr.

 

Kerstin & Gerhard Heinevetter, Heiligenstadt

Marcellinus Prien, Berlin, Leiter des AK-Eichsfeld

 

Programm 2000

programm_2000.pdf

71 K

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